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Durch Instagram Geld verdienen - Wie geht das?

10/02/2017

Durch Instagram Geld verdienen - Wie geht das?


Heute spreche ich mal ein Tabu-Thema an: Wie verdient man Geld auf Instagram? Allgemein sind wir Deutschen ja sowieso ein eher verklemmtes Volk, wenn es um das Thema Geld geht. Niemand möchte so richtig zugeben wie viel er verdient, denn wie man so schön sagt "über Geld spricht man nicht!". Dass sich das Berufsbild eines Bloggers oder Instagramers immer mehr in der Berufswelt etabliert, hat langsam aber sicher auch schon jeder auf irgendeine Weise mitbekommen. Hat man sich eine bestimmte Reichweite aufgebaut (was in den meisten Fällen mehrere Jahre dauern kann - außer man hat das Glück und ist Promi, Supermodel oder wird durch x-beliebige TV-Shows gepusht) dauert es im Normalfall nicht lange bis die ersten Kooperationsanfragen eintrudeln. Als ich vor ca. drei Jahren die erste Anfrage für eine Zusammenarbeit mit einer Teemarke bekommen habe, war ich mir sicher, dass sich da wohl jemanden einen Spaß erlaubt hat. Aber nein.. viele Firmen legen ihren Schwerpunkt fast ausschließlich nur noch auf Social Media Marketing und Influencer Content. Kein Wunder, denn sind wir mal ehrlich.. wir alle wollen authentische Empfehlungen von Menschen, mit denen wir uns identifizieren können.


Wie funktioniert das?

1. Gewerbe anmelden
Als Blogger ist es genauso wie in allen anderen Berufen: sobald Geld fließt, muss dies beim Finanzamt bekanntgeben werden. Hierfür sollte man zum zuständigen Amt in seiner Nähe gehen und sich ein eigenes Gewerbe anmelden. Meist muss man einen Betrag von rund 30-40€ zahlen, was von Gemeinde zu Gemeinde immer unterschiedlich sein kann. Das geht alles auch relativ schnell! Also keine Angst, Perso einpacken und los geht's. Zu beachten ist allerdings, dass man auch im Rahmen als gewerbetreibender Blogger Steuern zahlen muss. Ab diesem Zeitpunkt müssen jährlich Steuererklärungen gemacht werden, in denen man seine Verdienste aufzeigt und alle geldwerten Vorteile (alle zur Verfügung gestellten Produkte!) versteuern lässt. Hinter dem ganzen Instagram-Marketing steckt also doch noch etwas mehr Bürokram, als man denkt.


2. Kooperationsanfragen
Hat man sein eigenes Gewerbe angemeldet, kann es eigentlich schon losgehen. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen ist natürlich der direkte Kontakt zu verschiedenen Firmen. Wenn man nicht sowieso schon Anfragen bekommen hat, sollte man das Ganze selbst in die Hand nehmen und sich passende Kooperationspartner raussuchen. Überlege dir zuerst für was du werben möchtest und wo deine preisliche Grenze ist. Vor allem zu Beginn darf man nicht vergessen, dass man immer mit seiner eigenen Person wirbt, man sollte also zu 100% dahinter stehen. Alles andere wäre unglaubwürdig und gelogen! Es ist vollkommen legitim, Anfragen abzulehnen - andersrum ist es genauso, man selbst wird auch oft mit den gleichen Sätzen vertröstet: "leider sind wir ein Start-up-Unternehmen und verfügen über wenig Budget" oder "leider können wir keine Zusammenarbeit anbieten, wir melden uns in ein paar Monaten wieder". Von solchen Firmen hört man zu 99% nichts mehr! Aller Anfang ist schwer, man darf nur noch aufgeben. Hier habe ich ein paar Tipps, wie man Follower auf Instagram bekommt.
Eine sehr gute Möglichkeit ein dauerhaftes Einkommen zu haben sind langfristige Kooperationen - entweder monatlich, bei Bedarf oder wöchentlich über einen bestimmten Zeitraum. Denn nur wer ständig dahinter ist, verdient Geld. Lässt man es schleifen, kommt auch nichts zurück.

3. Agenturen
Zusätzlich kann man sich bei verschiedenen Marketing und PR-Agenturen "bewerben", die einen dann an ausgewählte Unternehmen weiterleiten. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: entweder man bekommt dauerhaft E-Mails über die neusten Kooperationen bzw. Kampagnen oder man bewirbt sich selbst auf deren Seite.

4. Events
Unternehmen bzw. Markeninhaber veranstalten Events, um die neusten Produkte vorzustellen und nutzen die Möglichkeit dabei verschiedene "Influencer" (oh, ich hasse dieses Wort!) einzuladen, die dann dafür Werbung machen und die Follower zeitnah an dem Geschehen teilhaben lassen. Nicht immer wird dafür ein Betrag bezahlt, manchmal übernehmen Firmen beispielsweise Reisekosten usw. Werden allerdings bestimmte Bedingungen über die Anzahl der Postings vereinbart, wird dies häufig vergütet.


Ist es moralisch verwerflich durch Instagram Geld zu verdienen?
Allgemein muss man sich das so vorstellen: kein Mensch beschwert sich darüber, wenn für eine x-beliebige Firma im Fernsehen Werbung geschaltet wird oder zu Beginn eines Films oben rechts "Dauerwerbesendung" oder auch "unterstützt durch Produktplatzierung" vermerkt ist. Fernsehwerbung erreicht eine bestimmte Anzahl von Menschen, die potentielle Kunden sind. Genauso läuft es im Instagram Marketing - die Postings erreichen eine Vielzahl von Menschen, die bei vielen großen Bloggern mit der Anzahl der Leser von namhaften Zeitschriften gleichzusetzen sind. Wieso sollte ein Werbebeitrag auf Instagram also nicht vergütet werden? Durch die neue Rechtssprechung zur Kennzeichnung von Werbung auf Social Media muss es für den Follower auf den ersten Blick ersichtlich sein, wenn es sich um einen bezahlten Post handelt.


Wie viel verdient man als Blogger?
Eine Frage, die mir schon sehr häufig gestellt wurde. Pauschal kann man sowas nicht beantworten, das hängt von einigen Faktoren ab: Interaktion der Follower, Regelmäßigkeit der Postings, lang- oder kurzfristige Zusammenarbeit, persönliches Verhandlungsgeschick, vorhandenes Budget der Firma und so weiter. Bietet man dem Kunden nur ein Posting mit Verlinkungen an oder vereinbart man ein "Paket" mit mehreren Beiträgen, einer Instastory und eventuell einem Rabattcode. Aus diesen Gründen kann ich hier keinen Richtwert nennen, denn es kommt auch immer darauf an, inwieweit die Firma bereit ist zu zahlen. Manche Unternehmen wollen 50€ pro Bild zahlen, andere mehrere Hundert Euro.


Entspannung pur! // Therme Laa

9/26/2017

Entspannung pur! // Therme Laa



Kennt ihr das, wenn es einem ab und an wirklich schwerfällt während des Alltags runterzukommen, sich zu entspannen und wieder neue Energie zu tanken? Manchmal ist es einfach das Beste aus seinem gewohnten Umfeld rauszukommen und etwas Neues zu sehen. Mein Freund und ich waren beispielsweise letztes Wochenende das erste Mal für mehrere Tage in einer Therme und konnten uns so richtig gut erholen. Zwar muss ich zugeben, konnte ich vorher nie so richtig verstehen, wenn meine Freunde mal wieder von ihrem "Thermentag" so geschwärmt hatten. Ich hatte immer eine völlig falsche Vorstellung davon und wurde durch den Aufenthalt in der Therme Laa wirklich eines Besseren belehrt.


Therme Laa 
Wir haben den Weg von ca. 6h auf uns genommen und sind schon relativ früh Richtung Laa an der Thaya losgedüst. Als wir dort ankamen, wurden wir sofort sehr herzlich mit einem hausgemachten Beereneistee begrüßt. Schon der erste Anblick des Hotels begeisterte uns und wir konnten es kaum erwarten unser Zimmer und natürlich vor allem die Therme an sich zu sehen. Die öffentliche Therme besteht aus einem Innen- und Außenbereich (also auch im Sommer perfekt zum Sonnen!), einer Saunawelt und einem Kinder- und Familienbereich. Die Tageskarte kostet rund 26€; jedoch werden auch einige Thementage angeboten, an denen man nochmal einiges sparen kann. 




Hotelzimmer
Wer in dem anliegenden Hotel übernachtet, dem steht zudem noch ein hauseigener Pool- und Saunabereich zur Verfügung. Die Räume sind durch die riesigen Glasfronten wunderschön hell und man hat eine tolle Aussicht auf die Grünfläche der Anlage. Besonders in den kalten Monaten stelle ich es mir sehr angenehm vor, wenn es draußen schneit und man das ganze Geschehen von Innen in einer schönen Atmosphäre betrachten kann. Die Hotelzimmer sind sehr gemütlich eingerichtet, uns erwartete sogar eine eigene Terrasse, von der man einen perfekten Blick auf den Sonnenuntergang hat. Bademäntel, Badeschlappen, Handtücher und Badetasche werden jedem Gast bereitgelegt - das könnt ihr euch somit alles schon beim Kofferschleppen sparen! :)






Frühstück & Abendessen
Kommen wir nun zu meinem Lieblingspart: Essen. Am ersten Abend gab es À-la-carte-Essen, bei dem wir zwischen Perlhuhnbrust, Lachsfilet und Steinpilztortellini mit Walnuss Pesto wählen durften. Da fiel die Wahl wirklich alles andere als leicht! Zudem gab es noch ein weiteres Buffet mit frischen Salaten, verschiedenen Suppenarten und einer Käseplatte für den krönenden Abschluss. Ich kann euch sagen, so lecker habe ich ungelogen in noch keinem Hotel gegessen. Es war einfach rundum perfekt!
Nicht nur das Abendessen war so vielfältig und abwechslungsreich, auch beim Frühstück warteten viele gute Leckereien auf uns: Birchermüsli, Wabenhonig, frischgemachte Waffeln mit Obst und alles Produkte aus der Region. 



Silent Spa
"WIE SCHÖN WÄRE ES, EINMAL NUR DAS WASSER RAUSCHEN ZU HÖREN.NICHTS TUN MÜSSEN. NUR DA SEIN. DIE AUGEN SCHLIESSEN.DIE WELT DRAUSSEN LASSEN. KEIN MORGEN, KEIN GESTERN. KEIN TAG WIE JEDER ANDERE."
Wer sich richtig ausgiebig entspannen möchte, kann sich online oder vor Ort eine Liege im Silent Spa buchen. Ein Zusammenspiel aus edlem Gold, sanften Tönen und leuchtend blauem Thermalwasser - ein wunderbarer Ort, um es sich gut gehen zu lassen. Nach ausgiebigem Erholen im Sole-Becken, in den Spa-Suiten und im Dampfbad, kann man sich in den gemütlichen Liegebetten zurückziehen. Das Silent Spa bietet außerdem für die Hungrigen ein Frühstücks-, Mittags- und Abendbuffet an, welches natürlich im Preis enthalten ist. Wer allerdings weiter abschalten möchte und sich am liebsten überhaupt nicht von seiner Liege bewegen möchte, kann ganz easy über einen eigenen Tablet Snacks & Getränke bestellen. Was für ein Luxus, oder? Einen Aufenthalt im Silent Spa kann ich jedem ans Herz legen, der sich vielleicht einfach mal etwas Gutes tun möchte - man fühlt sich danach wirklich wieder entspannter und kann energievoller in den Alltag starten.








- Hier geht's zu den Preisen -







*in freundlicher Zusammenarbeit mit Therme Laa

Mallorca - einsame, verlassene Buchten (Geheimtipps!)

8/25/2017

Mallorca - einsame, verlassene Buchten (Geheimtipps!)
Vor ein paar Tagen bin ich aus meinem Mallorca-Traumurlaub gut zu Hause angekommen und bin schon wieder etwas wehmütig, wenn ich die ganzen schönen Bilder sehe. Wir hatten eine wahnsinnige tolle, erholsame Zeit dort! Für mich ist es immer wieder erschreckend, wie viele Menschen den wunderbaren Charakter Mallorcas nicht schätzen und damit immer nur Ballermann und Co. in Verbindung bringen. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn man mit seinen Freunden ein paar Tage Partyurlaub machen möchte, aber irgendwie ist es auch echt schade, dass diese facettenreiche Insel diesen 'Ballermann-Stempel' aufgedrückt bekommen hat. Es gibt so sooo viel schönere Dinge dort zu entdecken als den Megapark oder Bierkönig. Jedem Mallorca-Reisenden kann ich nur wärmstens ans Herz legen sich einen Mietwagen zu holen, die Insel abzufahren und bei Lust und Laune verlassene Buchten zu erkunden. Das ist natürlich wie immer Geschmacksache, aber ich bin absolut kein 'Ich lege mich den ganzen Tag an den Strand und bewege mich kein Stück mehr'-Urlauber. Ich muss was erleben, neue Orte entdecken, einen leckere Café am Straßenrand trinken, mitten in der Pampa die wunderbarsten Strände suchen, &&&. Ihr wisst, was ich meine!

Mietwagen buchen - ganze Insel erkunden
Lasst euch ja nicht verarschen! Wenn es um die Mietwagenbuchung geht, haben's die Spanier oft faustdick hinter den Ohren. Wir wären um ein Haar auch in die Tourifalle getappt - wenn ihr aber auf euren Menschenverstand hört und nicht jeden Mist glaubt, der euch erzählt wird, kann so schnell nichts schief gehen. Auf der Internetseite haben wir natürlich vorsorglich mit Vollkasko-Leistung gebucht, damit wir auf der sicheren Seite sind. Bei dem Verkehr im Süden weiß man ja nie so genau, dort wird man eher in die Parklücke geschoben als dass man selbst fährt. Für uns deutsche vorbildliche Sonntagsfahrer also eine etwas außergewöhnliche und skurrile Angelegenheit. Die Masche ist immer wieder die Gleiche: die Autovermieter versuchen dir völlig überzeugend weiszumachen, dass da wohl ein Fehler unterlaufen ist und du noch eine extra Versicherung buchen solltest, sonst könnte es der Fall sein, dass du deine Kaution von rund 900€ leider nicht mehr zurückbekommst. Okay! Im ersten Moment klingt das verlockend, aber glaubt mir, schließt keine extra Versicherung vor Ort für zusätzlich knapp 200€ ab, wenn ihr zuvor sowieso Vollkasko gebucht habt. Die Versicherung auf der Buchungsseite hat nämlich rein gar nichts mit der Autovermietung vor Ort zu tun. Schließt man eine weitere Versicherung ab, wird die vorherige aufgehoben und man zahlt unnötig Geld. Also nicht verunsichern lassen und dankend ablehnen! :)

unsere zwei Traumbuchten
Kommen wir nun zum eigentlichen Thema dieses Postings: verlassene, einsame Buchten. Da ich in meinem Urlaub absolut keine Lust habe wie Sardinen in der Büchse am Strand zu liegen, machten wir uns schon am ersten Tag auf die Suche nach kleinen, einsamen Strandabschnitten. Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich diese Geheimtipps hier teilen möchte, da die Orte bisher wirklich kaum besucht sind. Aber darum soll es ja nunmal auf meinem Blog gehen!

No. 1 - Caló des Serral
Leute, das ist der wertvollste Geheimtipp überhaupt! An dieser Stelle muss ich zugeben, dass wir den Strand wahrscheinlich niemals ohne die Beschreibung meiner besten Freundin Marie gefunden hätten. Dieser Tipp hat uns wohl unseren Urlaub um einiges verschönert. Zugegeben die Bucht ist nicht ganz einfach zu finden, aber ich versuche es euch so gut es geht zu erklären. Ihr solltet unbedingt einen Gehweg von ca. 30-45 Minuten einplanen, aber es lohnt sich wirklich. Der einzige Nachteil: als wir dort waren, war das Meer leider nicht so klar, wie wir es erwartetet hatten, da viiiiiel Seegras angeschwemmt wurde.

Anfahrt:
Auf der Straße zwischen Porto Cristo und Portocolom (MA-4014) ca. 7 km hinter Porto Cristo gibt auf der linken Seite eine Abzweigung auf einen befahrbaren Feldweg. (Etwa 650m nach dem rechtsseitigen Abzweig der Straße MA-4015 nach Manacor) Dieser endet vor dem Landgut Son Josep de Baix, ich würde euch raten auf dem Stichweg davor zu parken. Dort angekommen, muss das mittlere grüne Tor durchquert werden. Da man sich auf einem Privatgrundstück befindet, sollte man (falls Einheimische in der Nähe sind) kurz um Erlaubnis bitten. An sich sollte es aber kein Problem sein, meistens weisen diese einem noch den Weg. Nun weiterhin dem Schotterweg folgen bis man an einem weiteren Tor ankommt. Der Zaun zur Linken weist euch nun den weiteren Weg bis zur Bucht.

Tipp: Nehmt euch genügend Wasser mit, dort gibt es weit und breit keinen Getränkeverkauf!





Stichweg zum Landgut (eignet sich gut als Parkplatz)

mittleres Tor durchqueren
links dem Zaun bis zur Bucht folgen


No. 2 - Cala Tuent
Diese Bucht empfehle ich nur überaus geübten Autofahrern, da der Weg dorthin nichts für schwache Nerven ist. Knapp 45 Minuten (oder auch mehr, kommt immer auf den Verkehr an) fährt man durch die Serpentinen, was an sich eine tolle Erfahrung ist, aber man sollte wirklich vorsichtig fahren. Im Nachhinein erfuhren wir von dem Fahrer unseres Airport-Shuttleservices, dass die Straße eine der gefährlichsten auf der Welt ist. Auf dem Weg zum Cala Tuent ergeben sich aber auch einige Möglichkeiten am Straßenrand anzuhalten, um die Aussicht zu genießen, eine kurze Pause zu machen oder ein paar Fotos zu schießen.

Anfahrt:
Da die Bucht zwar im Gegensatz zu vielen anderen Strandabschnitten auf Mallorca recht wenig besucht ist, ist sie im Vergleich zum Caló des Serral schon weitaus bekannter und somit muss man sich den Strand doch mit ein paar anderen Urlaubern teilen. Der Vorteil: das Ziel einfach ins Navi eingeben und sich lotsen lassen!

Tipp:
Wenn euch dann irgendwann der Hunger überkommt, empfehle ich euch das Restaurant Es Vergeret. Die Aussicht von dort ist einfach traumhaft!

Thailand - Paradies oder alles nur Schein?

8/07/2017

Thailand - Paradies oder alles nur Schein?
Mein Thailandurlaub ist nun schon länger als ein halbes Jahr her und ich hatte mir wirklich vorgenommen mich sofort an meinen Laptop zu setzen und euch von all' meinen Erfahrungen zu berichten. Tja, das ging wohl oder übel schief. Ich bin ehrlich, ich hatte die Lust am Blogschreiben wirklich für eine Zeit lang verloren und habe es teilweise nur noch als ein 'Muss' angesehen. So sollte es natürlich nicht sein, denn im Grunde genommen liebe ich es über andere Länder zu schreiben und meine ganz persönliche Meinung darüber zu teilen. Jeder Mensch sieht ein Land durch andere Augen, gibt es denn etwas schöneres als die eigene Sichtweise auszutauschen? 

Der Auslöser, warum ich diesen Beitrag doch noch schreibe, sind eure ganzen Nachrichten bezüglich meines Thailandtrips. "Welche Route kannst du empfehlen? Wo kann man lecker essen gehen? In Hotels oder doch lieber in Hostels übernachten?" Jetzt nehme ich mir die Zeit und werde euch ein bisschen von unseren Unterkünften, Urlaubsorten und Geheimtipps erzählen.

First Stop: Kao Lak
Im Nachhinein gesehen wären wir in Khao Lak am liebsten noch viel länger geblieben. Wir hatten glücklicherweise ein total schönes Hotel direkt am Strand, allerdings für etwas mehr Geld als ein normales Hostel, aber für den Start unseren Trips wollten wir uns zum Entspannen etwas mehr Luxus gönnen. Unser Hotel hieß Ocean Breeze Resort und ist aufgrund des unglaublich netten Personals (okay, ich habe noch keinen Thailänder kennengelernt, der nicht nett war!), der direkten Strandlage und des leckeren Essen echt zu empfehlen.
Leider waren wir während des ganzen Trips nicht mit gutem Wetter gesegnet, wobei ich eigentlich mit unfassbar heißem Wetter gerechnet haben. Aber wir haben uns die gute Laune nicht nehmen lassen und sind eigentlich den ganzen Tag nur mit dem Roller rumgedüst und haben verschiedene Buchten abgefahren. 



 Empfehlung - White Sand Beach:
Der allerschönste Strand, den ich je in meinem Leben gesehen haben. Wirklich! Viele meiner Freunde haben mich gefragt, ob ich die Bilder gephotoshopt habe und eine Schaukel eingefügt habe. Aber nein, in Thailand ist es gang und gäbe, dass mitten am Strand mal eine Schaukel hängt. Natürlich perfekt für mich als alten Fotofanatiker. Übrigens kann man dort auch sehr gut am Strand essen gehen, was wir an Weihnachten auch gemacht haben. Selbst wenn ich jetzt noch drüber nachdenke, finde ich Heiligabend am Strand immer noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr besonders. Mir fehlt natürlich das gemeinsame Essen mit der Familie und der leckere Schinken in Brotteig, den wir jedes Jahr essen. Aber Weihnachten mit dem besten Menschen überhaupt am Strand mit einem kühlen Chang neben zig kitschigen bunten Plastiktannenbäumen zu verbringen, hat auf jeden Fall auch was! ;-) 



Empfehlung - Small Sandy Beach:
Den Strand haben wir eigentlich nur durch Zufall gefunden. Allein der Weg dorthin ist ein Abenteuer, man läuft circa 15 min durch den Dschungel bei wirklich unerträglicher Hitze. Aber fragt euch bitte nicht wie viele tausende Schlangenaugen euch in diesem Moment von oben beobachten, glaubt mir... das macht Panik! ;D In der Hauptsaison muss man um die 100 Baht als "Eintritt" zahlen (also umgerechnet circa 2,55€). Aber keine Angst euch erwartet kein 0815-Badestrand, selbst im Dezember in der Hauptsaison in Thailand war der Strand fast menschenleer und wunderbar zum Entspannen. Das Meer ist wunderschön klar und wenn ihr Glück habt, könnt ihr euch an einem Kiosk ein kühles Getränk und leckeres Obst holen. Aber wirklich nur, wenn ihr Glück habt... die Thailänder nehmen's nicht so ernst mit den Öffnungszeiten. 


Next Stop - Koh Samui:
Nach vier Tagen in Khao Lak, ging es dann mit dem kleinsten Bus der Welt und einer Fähre weiter auf die schöne Insel Koh Samui. Am ersten Tag haben wir uns gleich wieder einen Roller gemietet und wie es der Zufall wollte war unser Vermieter ein Deutscher, der seit Jahren auf Koh Samui und dort seine eigene deutsche Bar hat. Der hat uns echt die besten Insidertipps überhaupt gegeben! Übrigens haben wir im Harrys Bungalow gewohnt, echt empfehlenswert, wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte. 



Empfehlung - Spices:
Ich liebe thailändisches Essen, viel Gemüse uuuund Kokosmilch. Frisch zubereitet und ein richtiges Geschmackserlebnis. Man sagt an den einfachen Ständen an der Straße kann man am besten essen. Das kann ich auch ganz genau so bestätigen, da das Gemüse stundenlang gegart wird und somit ein wunderbar intensiver Geschmack entsteht. Man schmeckt Gewürze, die man so noch nie geschmeckt hat! Glaubt mir! Als wir das erste Mal im Spices gegessen haben, war es um uns geschehen. Ich bin eigentlich kein Fan davon immer im gleichen Restaurant zu essen, aber wir konnten nicht anders.. es war so unfassbar lecker. Die Inhaber haben uns schon jeden Tag mit offenen Armen begrüßt. Das ist auch etwas, was man sich mal als Vorbild nehmen sollte. Die Thailänder sind so unglaublich offene, nette und herzliche Menschen. Man hat in keinster Weise das Gefühl, dass sie einen irgendwie abziehen möchten (So geht es einem als Tourist leider in vielen anderen Ländern). Die Thailänder würden einem lieber noch das letzte Hemd schenken und das auch von ganzem Herzen tun. Sehr bewundernswerte Einstellung.

Empfehlung - Crystal Beach:
Kurz bevor ihr den Crystal Beach erreicht, müsste auf der linken Seite ein kleiner Eiswagen stehen, der das allerbeste selbstgemachte Kokosnusseis der Insel verkauft. (Empfehlung der Einheimischen!!) Solltet ihr also auf dem Weg dorthin sein, haltet unbedingt für eine kleine Pause an und genießt dabei die wunderschöne Aussicht. Der Crystal Beach war auch einer meiner Favoriten auf Koh Samui, aber man muss ehrlich sagen, es gibt keinen Strand, der einem nicht irgendwie die Sprache verschlägt. 


Empfehlung - Elefanten streicheln:
Ich bin ein absoluter Elefantenfan - also war es echt ein richtiges Highlight für mich. Ich wurde auch schon sehr oft gefragt, wo wir da genau waren. Allerdings möchte ich dazu keine Angaben machen, da dort größtenteils Elefanten zum Ausreiten genötigt werden und ich persönlich finde, dass das einfach Tierquälerei ist. Ich hab mir lieber ein paar Minibananen gekauft und die Elefanten gefüttert. Mein Freund spricht heute noch davon und meint, dass ich einfach die ganze Zeit über beide Ohren gestrahlt habe. Kann es also nur empfehlen eine solche Erfahrung zu machen und einfach mal zu spüren wie sich so eine Elefantenhaut anfühlt.


Empfehlung - Frühstücken im Karmasutra:
So ein süßes Café mit so viel Liebe zum Detail. Da wir unser Hotel ohne Frühstück und Abendessen gebucht haben, waren wir immer wieder auf der Suche nach guten Restaurants. Das Karmasutra ist uns mit seinen knallpinken Wänden und den einladenden gemütlichen Sofas sofort ins Auge gestochen. Ob ein simples Frühstücksei mit Bacon oder Joghurt mit frischen thailändischen Früchten.. es gibt alles! Wirklich alles. Wenn ihr mal in der Nähe seid, gönnt euch gegen Abend hin einen Cocktail - schmeckt echt erfrischend und dort ist wirklich einiges los.

Empfehlung - Coco Tam's:
Wenn wir schon von Nachtleben reden, empfehle ich euch rechtzeitig zum Sonnenuntergang zu Coco Tam's zu gehen. Dort bekommt man verhältnismäßig große und außergewöhnliche Cocktails mit einem unglaublichen View inklusive. Das Coco Tam's ist immer gut besucht, aber nicht so voll, dass es einen irgendwie stören könnte. An manchen Tagen wird sogar direkt am Strand eine Feuershow veranstaltet. Stellt euch vor, ihr liegt am Strand in Thailand mit 'nem Cocktail in der Hand und ner Shisha nebendran und genießt bei lockeren Beats einfach den Abend. Traumhaft.


Empfehlung - Big Buddha:
Wer in Thailand Urlaub macht, kommt natürlich nicht drum herum ein paar Tempel zu besuchen. Ich liebe es Tempel zu erkunden, aber selbst wenn man kein Fan davon ist, rate ich euch mal vorbeizuschauen. Es ist wirklich interessanter, als man denkt! Vergesst aber nicht eure Schultern und Knie zu bedecken, das sehen die Thailänder sonst nicht gerne!


Eigentlich war ursprünglich geplant noch für drei Tage nach Koh Tao zu fahren, allerdings hatten wir uns etwas eingefangen und mussten das Ganze abblasen. Leider hat jedes Land auch seine schlechten Seiten und vor allem als Europäer ist es nicht ganz so einfach mit der Hygiene. Da steckt man einfach nicht drin, es kann passieren, muss aber nicht! Alles in allem war es aber ein wunderschöner Urlaub, welcher mit einem Aufenthalt in Bangkok endete. Wenn ihr Lust habt, schreibe ich noch einen Blogeintrag über die Hauptstadt Thailands. Da habe ich auch noch einige gute Tipps! :)